Workshop “Corporate Semantic Web” – Leibniz-Zentrum für Informatik

Die semiautomatische Erfassung zentraler Bedeutungszusammenhänge in umfangreichen Texten

„Die semiautomatische Erfassung zentraler Bedeutungszusammenhänge in umfangreichen Texten“ war ein Vortrag von Josef Zelger auf Schloss Dagstuhl, dem Leibniz-Zentrum für Informatik im Rahmen des Workshops „Corporate Semantic Web“, den Börtecin Ege, Thomas Hoppe, Bernhard Humm und Anatol Reibold initiiert hatten.

Es wird gezeigt, wie mit GABEK die zentralen Bedeutungszusammenhänge in umfangreichen verbalen Daten identifiziert werden können. Texte werden dabei als semantische Netze repräsentiert. Es werden automatische Methoden der Komplexitätsreduktion angewendet, deren Ergebnisse durch manuelles Navigieren in der vollständigen Datenbasis ergänzt und kontrolliert werden.

Drei Beispiele demonstrieren das Vorgehen. Zuerst werden manuell ausgewertete Interviews mit Landwirten über deren ontologische Überzeugungen zur österreichischen Landwirtschaft analysiert. Dann folgt als Beispiel für automatische Verfahren der Komplexitätsreduktion die Analyse der fünf Bücher Moses‘ aus dem Alten Testament. Um aber auch zu überprüfen, ob die Ergebnisse des Vorgehens zentrale Bedeutungszusammenhänge sind, werden schließlich die Evangelien und die Apostelgeschichte des Neuen Testaments analysiert. Es wird gezeigt, dass die halbautomatisch rekonstruierten Kernaussagen durch das allgemein anerkannte Nicäno-Konstantinopolitanische Glaubensbekenntnis bestätigt werden.

Mit dem Verfahren GABEK kann auf der Grundlage von Befragungen, Printmedien oder dem Internet ein Überblick über weitgehend feststehende ontologische Überzeugungen aufgewiesen werden, die als Gerüst oder als Struktur Verwendung finden können zur Analyse von Details und zur Beantwortung spezifischer Fragen.

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Links:

 Schloss Dagstuhl – Leibniz Zentrum für Informatik

 

 

 

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